17.05.12 –
Ökologische Maßnahmen können sich auch finanziell lohnen. Davon überzeugte sich der grüne Ortsverein Bad Ems bei einer Besichtigung des Blockheizkraftwerkes der Kläranlage Bad Ems. Rund 30000 EUR an Stromkosten werden jedes Jahr gespart und unter Berücksichtigung der Investitionskosten rund 10000 EUR. Diese Zahlen teilte der kaufmännische Werkleiter der Verbandsgemeindewerke, Herr Bruchhäuser, mit.
Das Blockheizkraftwerk war vor etwa sieben Jahren in die Kläranlagentechnik eingebaut worden. Es erzeugt mit Hilfe der Faulgase aus den Klärprozessen elektrischen Strom und Heizungswärme für die Kläranlage. Der Wärmebedarf wird ganz abgedeckt während es beim Strom etwa ein Drittel der benötigten Menge ist. Das Blockheizkraftwerk wurde von einer Contracting-Firma installiert und wird von dieser auch betrieben. Dafür erhält sie von den Werken eine feste Vergütung.
Auf Grund der steigenden Energiepreise steigt der Betrag der eingesparten Energiekosten ständig. Abwassermeister Zindel erläuterte, dass das Blockheizkraftwerk etwa 7000 Stunden im Jahr läuft. Dies ist eine gute Auslastung. Sie wird bestimmt von der Qualität der anfallenden Faulgase. Die nicht benötigten Gase werden in der Gasverbrennungsanlage am Ende der Kläranlage Richtung Nievern verbrannt. Die dabei entstehende Flamme kann leicht von der in unmittelbarer Nähe vorbeiführenden Umgehungsstraße aus gesehen werden. Dies hat schon zu manchem besorgten Anruf von Autofahrern geführt, die einen Brand auf der Kläranlage vermuteten. Nach Ablauf des Vertrages mit der Contracting Firma stehen die Werke vor der Entscheidung, das Blockheizkraftwerk zu übernehmen oder eine neue Anlage zu installieren. Nach Ansicht der Mitarbeiter der Werke wird es auf jeden Fall wieder ein Blockheizkraftwerk sein. Dafür sprechen die guten Erfahrungen mit der bisherigen Anlage.
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